Politik : Ein Mann von Welt und ein Steuerberater

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Der 87jährige Casimir Prinz zu Sayn-Wittgenstein galt seit jeher als Mann von Welt. Er wuchs bei seinem Stiefvater, dem Industriellen Richard Merton, auf. 1954 trat der Kaufmann als Vorstand in dessen Metallgesellschaft (heute: MG Technologies AG) ein. Seit den 70er Jahren engagierte der Prinz sich in der CDU : Er war Europaabgeordneter und von 1976 bis 1998 Landesschatzmeister. In dieser Funktion soll er laut Staatsanwaltschaft 21 Millionen Mark in die Schweiz gebracht und an den offiziellen Büchern vorbei zurückgeholt haben. Der 72-jährige Horst Weyrauch , ein alter Freund von Prinz Wittgenstein, Helmut Kohl und Walther Leisler Kiep , war in einer Treuhandgesellschaft angestellt, bevor er als Berater für den Bundesschatzmeister Leisler Kiep arbeitete. Mit ihm soll der Steuerberater 1991 den Geldkoffer des Waffenhändlers Karlheinz Schreiber entgegengenommen haben. Mit dem Auffliegen der Geldübergabe begann der CDU-Spendenskandal. Laut Staatsanwaltschaft hat Weyrauch für die hessische CDU geheime Konten in der Schweiz eröffnet. obs

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