Politik : Ein Requiem aus Polen

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An den Trauerfeierlichkeiten für Johannes Paul II. will auch Simbabwes Präsident Robert Mugabe teilnehmen. Gegen ihn hatte die EU 2002 ein Einreiseverbot verhängt, nachdem er Beobachter von den umstrittenen Wahlen ausgeschlossen hatte. Nach Angaben aus Italien kann ihm die Einreise zur Erfüllung religiöser Pflichten nicht verweigert werden. Mugabe ist Katholik. epd/Tsp

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Zu Ehren des toten Papstes will Guatemala die Todesstrafe abschaffen . Präsident Oscar Berger sagte, er wolle damit einem Wunsch des Papstes nachkommen, den er bei seinem letzten Besuch im Land 2002 geäußert habe. epd

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Über die Beisetzung von Papst Johannes Paul II. am Freitag werden auch die beiden großen arabischen Fernsehsender Al Dschasira und Al Arabija live berichten.Der Chef von Al Arabija begründete das mit der politischen Rolle, die der Papst auch für die arabische Welt gehabt habe. Von Al Dschasira hieß es, die Zuschauer hätten bisher positiv auf die Berichterstattung reagiert. AFP

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In Polen , der Heimat des toten Papstes, wird das öffentliche Leben am Tag seiner Beisetzung ruhen. Am Freitag bleiben Schulen, Banken, Postämter und die meisten Geschäfte geschlossen. Mehrere Mobilfunkbetreiber haben die Preise für Verbindungen nach Italien gesenkt. Der polnische Komponist Krzysztof Penderecki will dem Verstorbenen den letzten Teil seines „polnischen Requiems“ widmen. dpa

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Das geistige Oberhaupt der irakischen Schiiten, Großajatollah Ali al Sistani , hat dem Papst in einem Kondolenzschreiben Respekt gezollt: „Der Heilige Vater hat eine herausragende Rolle bei der Suche nach Frieden zwischen den Religionen gespielt.“ dpa

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Kurienkardinal Joseph Ratzinger (77), nach dem Tod von Johannes Paul II. mächtigster Mann im Vatikan, will die Papstwähler zum völligen Schweigen verurteilen. Nach italienischen Presseberichten hat er seine Kardinalskollegen aufgerufen, schon vor Beginn des Konklave Journalisten Interviews zu verweigern. Allerdings vergeblich. Während des Konklave, das am 18. April beginnt, müssen die Kardinäle laut Kirchenrecht von der Außenwelt völlig abgeschirmt sein. dpa

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