Politik : Eine Frage der Staatsräson

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Die Frage ist heikel und wird deshalb gern beschwiegen: Floss Geld, um das Leben der Geisel zu retten ? Dies offen einzugestehen, würde schließlich die nächsten Täter zur Nachahmung ermuntern. So ist zu erklären, dass etwa Italien bis heute ein offenes Geheimnis offiziell bestreitet: dass nämlich für die Helferinnen Simona Pari und Simona Toretta und die Journalistin Giuliana Sgrena Lösegeld gezahlt wurde. Das Schicksal von Bürgern solcher Länder, die sich prinzipiell

weigern zu zahlen , spricht aber eine eigene Sprache: So wurde etwa die Britin Margaret Hassan , Chefin der Hilfsorganisation Care im Irak, von ihren Entführern umgebracht. Auch der amerikanische Ingenieur Nicholas Berg kam aus der Geiselhaft nicht zurück; die Kidnapper enthaupteten ihn. Washington und London lehnen es strikt ab, das Leben ihrer Bürger durch Verhandlungen oder die Zahlung von Geld zu retten. ade

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