Politik : Eine Machtfrage

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Für Jacques Chirac ist klar: Das „aus einer anderen Zeit stammende“ EUWaffenembargo gegen China muss weg. Und zwar „so schnell wie möglich“. Für dieses Ziel riskiert Frankreichs Präsident sogar, das Verhältnis zu den USA nach dem Streit um den Irakkrieg erneut zu belasten und weiteren Streit in der EU vom Zaun zu brechen. Dabei geht es Paris auch, aber nicht nur um Geschäfte für die eigene Rüstungsindustrie. Chirac kämpft auch gegen die Vorherrschaft der Supermacht USA: Ein Gegengewicht sei Europa aber nur, wenn es auch militärtechnisch mithalten könne. Und wenn man Peking moderne Waffen liefere, behalte man Chinas Rüstung zumindest unter Kontrolle . Schließlich verhindere das Embargo nicht, dass China anderswo modernes Kriegsgerät einkauft. dpa

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