Politik : Eine Stiftung soll den Ganztagsschulen helfen

Anja Kühne

Berlin - Regionale Serviceagenturen sollen den Ganztagsschulen in Zukunft bei der Arbeit helfen. Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn präsentierte das neue Begleitprogramm „Ideen für mehr! Ganztägig lernen“ am Freitag auf dem Ganztagsschulkongress des Bildungsministeriums in Berlin. Unter Regie der unabhängigen Deutschen Kinder- und Jugendstiftung und mit der finanziellen Unterstützung von Bund und Ländern sollen die Agenturen als Anlaufstellen in der Nähe der Schulen fungieren. Sie sollen länderspezifische Arbeitsschwerpunkte festlegen, die Schulen miteinander vernetzen, Know-how weitergeben oder Fragen von Schulleitern, Lehrern und Unternehmensvertretern entgegennehmen.

„Das Engagement vor Ort entscheidet über den Erfolg der Schulen“, sagte Bulmahn. Mit Berlin und Bremen seien bereits entsprechende Vereinbarungen abgeschlossen, die Stiftung stehe bislang mit 13 Bundesländern in Kontakt. Die ersten Agenturen sollen ihre Arbeit schon in diesem Jahr aufnehmen. Zu dem neuen Programm gehört auch ein Portal im Internet und der Wettbewerb „Zeigt her eure Schule“, in dem besonders gute Einrichtungen ausgezeichnet werden. Der Bund fördert das Programm jährlich mit 1,5 Millionen Euro bis zum Jahr 2006. Insgesamt 480000 Euro wollen die Kinder- und Jugendstiftung und die Jacobs-Stiftung beisteuern.

Die Bundesregierung unsterstützt den Auf- und Ausbau von Ganztagsschulen mit vier Milliarden Euro. Bulmahn sprach vom „größten Schulentwicklungsprogramm in der Geschichte der Bundesrepublik“. Über 3000 Schulen nähmen bereits teil.

Mehr im Internet unter:

www.ganztagsschulen.org

www.ganztaegig-lernen.de

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