Politik : Einhaltung von Zusage für Holocaust-Mahnmal gefordert

Der Zentralrat der Deutschen Sinti und Roma hat die Unterstützung der Bundesregierung für ein Holocaust-Mahnmal für die rund 500.000 ermordeten Sinti und Roma eingefordert. Das teilte der Vorsitzende des Zentralrats, Romani Rose, nach einem Empfang bei Bundeskanzler Gerhard Schröder am Montag in Berlin mit. Der Kanzler habe das Anliegen unterstützt, zugleich aber darauf hingewiesen, dass die Entscheidung über den zuletzt strittigen Standort beim Berliner Senat liege. Rose erinnerte daran, dass der Senat den Sinti und Roma bereits 1994 ein Denkmal in der Nähe des Reichstages zugesagt habe. Die Delegation habe daher an die Bundesregierung appelliert, im Bundestag einen Entschließungsantrag für das Mahnmal einzubringen. Nach Jahrzehnten der Verdrängung solle die Bundesrepublik Verbrechen der Nazis an den Sinti und Roma endlich in ihr historisches Gedächtnis einbeziehen.

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