Politik : Einheitsfeier: Wie die Bundesregierung auf der Expo in Hannover feiern will

Der 3. Oktober wird auf der Weltausstellung Expo in Hannover der deutsche Nationentag sein. Das steht seit längerem fest. Was noch nicht feststeht, sind die Details des Programms, das sich die Bundesregierung als Veranstalterin für diesen Nationentag ausgedacht hat. Das Programm für die Veranstaltung im Deutschen Pavillon und auf der Plaza davor wird derzeit vom Presse- und Informationsamt der Bundesregierung, das auch einen Teil der Finanzierung des Nationentages übernimmt, geplant und koordiniert. Auf der Plaza wird es vom Vormittag an eine ganze Reihe von Kulturveranstaltungen geben, so das Presseamt. Der Norddeutsche Rundfunk ist Kooperationspartner, Live-Sendungen sind vorgesehen. Im Presseamt ist von einem "feierlichen Volksfest" die Rede.

Im offiziellen Expo-Führer sind bislang für diesen Tag als Expo-Veranstaltungen nur ein Auftritt des Knabenchors Jenaer Philharmonie und ein Konzert des Jungen Chors Cantemus Emsdetten vermerkt. Völlige Fehlanzeige zum Fest herrscht im Internet: Auf der Homepage des Deutschen Pavillons (www.deutscher-pavillon.de), der von der Bundesregierung mitgetragen wird, gibt es im Kalender der Kulturveranstaltungen für den 3. Oktober keinen Eintrag - und für die Tage davor und danach auch nicht, während ansonsten Infos in Hülle und Fülle zu anderen Tagen zu finden sind. Genaueres zum Expo-Fest am 3. Oktober will das Presseamt bis Ende August mitteilen.



Das gilt auch für die Veranstaltungen unter Beteiligung von Regierungsmitgliedern: Näheres erst Ende August. Bekannt ist immerhin schon, dass Bundeskanzler Gerhard Schröder nach seinen Verpflichtungen beim Staatsakt in Dresden und den dortigen Empfängen am Nachmittag per Flieger nach Hannover kommen wird.

Dort wird er der Aufführung eines Theaterstücks beiwohnen, das der deutsch-französische Autor Arie Singer zum Thema des Tages, der deutschen Einheit, verfasst hat und selbst inszeniert. Singer war Ende 1998 von Kultur-Staatsminister Naumann als Leiter eines zu gründenden Jüdischen Theaters in Berlin ins Gespräch gebracht worden.



Am Abend wird es im Deutschen Pavillon dann einen festlichen Empfang für geladene Gäste geben (eine Liste der Geladenenen soll bis Ende August vorliegen, internationale Beteiligung ist nicht ausgeschlossen). Einladen werden Regierungssprecher Uwe-Karsten Heye (in seiner Funktion als Chef des Presse- und Informationsamtes) und Kultur-Staatsminister Michael Naumann (weil er in der Bundesregierung für Kulturveranstaltungen zuständig ist). Ein Gast ist schon bekannt: Kanzler Schröder.

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