Politik : Einigung im Streit über Zivildienst Sechs Monate Dauer – wie beim Wehrdienst

Berlin - Die schwarz-gelbe Koalition hat sich nach monatelangem Streit auf eine Verkürzung des Zivildienstes geeinigt. Wie die FDP am Montagabend in Berlin erklärte, soll der Zivildienst wie beim Wehrdienst geplant von derzeit neun auf sechs Monate verkürzt werden. Gleichzeitig soll es allerdings die Möglichkeit einer freiwilligen Verlängerung des Zivildienstes um drei bis sechs Monate geben. Politiker der Union bestätigten die Einigung.

Nach Angaben der Liberalen darf die Entscheidung über eine freiwillige Verlängerung allerdings erst zwei Monate nach Antritt des Zivildienstes getroffen werden. Damit soll verhindert werden, dass Anbieter der Zivildienststellen nur noch Bewerber nehmen, die sich von vornherein zu einer Verlängerung bereiterklären.

Der FDP-Zivildienstexperte Florian Bernschneider und seine Parteikollegin Miriam Gruss erklärten in Berlin, dass das Gesetz nach einem Jahr überprüft werden soll. Beide Seiten vereinbarten zudem die Erarbeitung eines Konzepts zur Förderung der sogenannten Freiwilligendienste.

Bernschneider erklärte, die Union sei den Liberalen in dem Punkt der „Freiwilligkeit“ entgegengekommen. Mit der Regelung, dass die Zivildienstleistenden erst zwei Monate nach Einstellung über eine Verlängerung entscheiden müssen, sei nun gewährleistet, dass diese „wirklich freiwillig ist und nicht zur Bedingung gemacht werden kann“. AFP/ddp

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