Politik : Einwanderungspolitik ist mehr als Ökonomie (Kommentar)

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Ausländer sind ein brenzliges Thema. Damit kann man Emotionen wecken und Wahlen entscheiden. Das Volk teilt sich in (viele) Gegner und (wenige) Befürworter von Ausländern in diesem Land. Jetzt sind die Karten neu gemischt. Denn nachdem der medienbewusste Kanzler die Anwerbung von Fachkräften für Informationstechnologien (IT) angeregt hat, verströmt das Thema Ausländer Modernität und Zukunftsfähigkeit. Das haben nun auch Unionspolitiker erkannt und ihre anfängliche Ablehnung abgelegt. Nun gilt: Wer standortfreundlich ist, befürwortet ausländische Fachkräfte. Denn der Mensch ist die letzte Ressource, die nach Waren und Kapital noch nicht frei um den Globus ziehen kann. Doch die Ressource Mensch entscheidet künftig über die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen und Staaten. Einwanderungspolitik darf jedoch nicht allein eine ökonomische Frage sein. Insbesondere sollte sie säuberlich vom Recht auf Asyl getrennt werden. Das reiche Deutschland kann es sich leisten, verfolgten Menschen Schutz zu gewähren. Mit und ohne IT-Fachkräfte.

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