Politik : Elf-Aquitaine-Prozess: Im Dienst der Macht

Der Ölmulti Elf-Aquitaine, der heute zu Total-Fina-Elf gehört, war lange Zeit der mächtigste und reichste Konzern Frankreichs. Jahrzehnte diente er der Regierung in Paris als Machtinstrument bei der Durchsetzung strategischer Interessen vor allem in Afrika. Seit sieben Jahren beschäftigt sich die französische Justiz mit dem Geflecht wirtschaftlicher und politischer Einflussnahme über Schmiergeldzahlungen des früheren Staatsunternehmens. Nach der Privatisierung Mitte der neunziger Jahre wollte die neue Konzernleitung einen Strich unter die Vergangenheit ziehen. Sie macht den früheren Elf-Chef Loik Le Floch-Prigent für die Millionen-Bestechungen rund um den Globus mitverantwortlich, die vom ehemaligen französischen Präsidenten Francois Mitterrand abgesegnet wurden.

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