Emnid-Umfrage : Unionswähler mehrheitlich für Mindestlohn

Die Mehrheit der Unionsanhänger steht der Einführung eines generellen Mindestlohns offenbar aufgeschlossen gegenüber. Strikt gegen eine solche Lohnuntergrenze sind sogar weniger Wähler als bei der SPD.

Berlin - Eine deutliche Mehrheit der Unionswähler hat sich in einer Umfrage für die Einführung eines generellen Mindestlohns in Deutschland ausgesprochen. 57 Prozent sind demnach für eine Untergrenze beim Lohn, während 37 Prozent der Anhänger von CDU und CSU der offiziellen Parteilinie folgen und Nein zum Mindestlohn sagen. Das geht aus einer Emnid-Umfrage für den Sender N24 hervor. Damit sei die Unterstützung für den Mindestlohn fast ebenso groß wie bei den SPD-Wählern. Dort sind 60 Prozent dafür und 39 Prozent lehnen ihn ab.

Auch beim Thema Innere Sicherheit sind die Wähler parteiübergreifend eher der gleichen Meinung als die Koalitionspartner in der Regierung: 87 Prozent der Unions- und 75 Prozent der SPD-Wähler befürworten eine Verschärfung der Anti-Terror-Maßnahmen.

Das Meinungsforschungsinstitut Emnid hatte im Auftrag des Nachrichtensenders N24 am 30. April 1000 Bürger befragt. Die Fehlertoleranz liegt bei +/- 2,5 Prozentpunkten. (tso/dpa)

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