Energiepolitik : Union drängt weiter auf längere Akw-Laufzeiten

Fraktionsvize Katherina Reiche hat das Festhalten der Union an der Atomenergie verteidigt. Die SPD müsse bei den Laufzeiten der Kernkraftwerke einlenken, sonst werde sie zum "Strompreistreiber Nummer eins".

KölnDie Union hat die SPD erneut zum Umdenken in der Energiepolitik aufgefordert. Die SPD müsse "sich mindestens über eine Verlängerung der Laufzeiten der Kernkraftwerke Gedanken machen", forderte Unions-Fraktionsvize Katherina Reiche (CDU). "Wenn die SPD so weitermacht, auch in Gestalt ihres Bundesumweltministers, dann wird sie zum Strompreistreiber Nummer eins", sagte die CDU-Politikerin. Die Union wolle nicht die Kernkraft als einzige Energiequelle hochhalten, betonte sie. Es gehe um einen Mix aus Kohle, Kernkraft und erneuerbaren Energien.

Am Wochenende hatten Spitzenvertreter von Union und FDP erneut für eine längere Laufzeit deutscher Kernkraftwerke plädiert. SPD und Grüne warnten dagegen vor einer Abkehr vom Atomausstieg. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) und Grünen-Fraktionsvize Bärbel Höhn drängten zugleich auf eine Abschaltung alter Atommeiler. (küs/ddp)

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