ENERGIEWENDE : Der Fall Tennet

2010 hat der niederländische Staatskonzern Tennet das Stromnetz vom deutschen Energiekonzern Eon gekauft. Seither ist das Unternehmen unter anderem für die Netzanbindung der Windparks in der Nordsee zuständig – und damit überfordert. Die Eigenkapitalausstattung des Unternehmens ist zu gering, um die notwendigen Investitionen in Seekabel zu tätigen. Vor allem wegen dieser Schwierigkeiten hat das Bundeskabinett in Berlin in der vergangenen Woche beschlossen, die Kosten für die Netzanbindung von Offshore-Windparks im Fall von Verzögerungen auf die Stromverbraucher abzuwälzen. Vor ein paar Wochen führte Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) Gespräche mit seinem scheidenden Kollegen in Den Haag. Doch so kurz vor der Wahl in den Niederlanden gibt es populärere Themen, als den Deutschen bei ihrer Energiewende mit Steuermitteln aus dem Nachbarland zu helfen. deh

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