Politik : Engpass in der Pflege

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Berlin (dpa). Die Personalsituation in der Pflege ist in Deutschland zunehmend angespannt. Einer Befragung des Deutschen Instituts für Angewandte Pflegeforschung (Köln) zufolge sind hochgerechnet mehr als 40 000 Stellen in Krankenhäusern, Altenheimen und ambulanten Pflegediensten nicht besetzt. Diesen Stellen stünden 18 000 arbeitssuchende Pflegefachkräfte gegenüber, sagte Institutsdirektor Frank Weidner am Mittwoch in Berlin.

Für die Studie „Pflege-Thermometer 2002“ gaben Leiter von 1028 ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen ihre Einschätzung zur Personallage ab. Rund die Hälfte hält die Personalsituation für problematisch. Viele von ihnen meinten, es werde immer mühsamer, qualifiziertes Personal zu finden. Die Attraktivität des Berufs lasse zu wünschen übrig und die Ausbildung müsse ebenso verbessert werden wie die Arbeitsbedingungen, sagte Weidner. Die Befragung sei repräsentativ für Krankenhäuser, nicht jedoch für die 11 000 ambulanten Pflegedienste und die 8000 Altenheime.

Für arbeitssuchende Pfleger stelle sich die Berufssituation günstig dar, so Weidner. Unter den ausgebildeten Pflegern betrug die Arbeitslosenrate im Jahr 2000 nur 2,8 Prozent – „mit sinkender Tendenz“.

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