Politik : Entführte Blauhelme bald frei?

Istanbul/Damaskus - Die von Rebellen in Syrien verschleppten 21 philippinischen Blauhelm-Soldaten sollen angeblich bald freikommen. Die Märtyrer-von- Jarmuk-Brigade teilte in der Nacht zum Donnerstag auf Facebook mit: „Sie stehen so lange unter unserem Schutz, bis wir ihren Transport in ein sicheres Gebiet organisieren können.“ Die Vereinten Nationen sollten ihrerseits ein „Sicherheitskomitee“ bilden, um die UN-Soldaten in Empfang zu nehmen, forderten die Rebellen. Zur Begründung hieß es, dass das Gebiet im Südwesten der Provinz Daraa derzeit von den Regierungstruppen bombardiert werde. Im Internet tauchte ein Video mit einigen der Geiseln auf, in dem einer der Blauhelmsoldaten versicherte, der Gruppe gehe es gut.

In der Debatte über die Aufnahme von syrischen Flüchtlingen in Deutschland hat SPD-Außenpolitiker Rolf Mützenich unterdessen der Bundesregierung vorgeworfen, sie täusche die Öffentlichkeit. Die Behauptung, es gebe keinen Hilfsappell des UN-Flüchtlingskommissariats (UNHCR) an Deutschland, sei „nicht zutreffend“, sagte er. Mützenich verwies auf einen UNHCR-Appell an die deutschen Innenminister vom Dezember. Außenpolitiker aller Fraktionen fordern eine deutsche EU-Initiative und eine unkomplizierte Aufnahme syrischer Flüchtlinge. hmt/dpa/AFP

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