Entführung : Afghanische Ärzte wollen deutscher Geisel helfen

Eine Gruppe von afghanischen Ärzten will sich für den verschleppten Deutschen Rudolf B. einsetzen. Einer der Mediziner will sich sogar persönlich zu dem herzkranken Bauingenieur begeben und ihn medizinisch versorgen.

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Der verschleppte deutsche Bauingenieur Rudolf B. in einem Video der Entführer. -Foto: ddp

Kabul"Sein Gesundheitszustand ist sehr besorgniserregend", sagte der Arzt Mohammad Haschim auf einer Pressekonferenz in Kabul. Haschim, dessen Privatklinik schon vor zwei Wochen Medikamente an den herzkranken 62-Jährigen übermittelt hatte, erklärte sich bereit, sich zu dem verschleppten Mann zu begeben und ihn zu behandeln. "Wir können auch den Geiselnehmern telefonisch Anweisungen geben", fügte der Mediziner hinzu. Der Deutsche war am Donnerstag erneut auf einem Video zu sehen gewesen, auf dem er sehr geschwächt und krank wirkte.

"Er lag halb am Boden und drückte eine Hand gegen seine Brust, sein Erscheinungsbild deutet darauf hin, dass er Lungen- und Herzprobleme hat und außerdem sehr geschwächt ist", sagte Haschim. Der Deutsche wurde am 18. Juli in der südlichen Region Wardak entführt. Ein mit ihm entführter deutscher Kollege wurde nach einem Kreislaufkollaps von den Entführern erschossen. (mit AFP)

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