Entführung : Deutscher in Somalia wieder frei

Einen Tag nachdem ihn Bewaffnete verschleppt hatten, ist der Mitarbeiter der Welthungerhilfe wieder auf freiem Fuß. Die Entführer ließen ihn jedoch nicht einfach ziehen - es kam zu einem Kampf.

Nairobi/MogadischuDie somalische Polizei befreite den Mann nach eigenen Angaben am frühen Mittwochmorgen aus der Gewalt der Entführer. Dabei wurden offenbar einige der Täter verletzt. Das Auswärtige Amt bestätigte, dass der Deutsche frei ist. Nähere Einzelheiten gibt es bislang nicht.

Der Mitarbeiter der Welthungerhilfe war am Dienstag bei einer Autofahrt im Nordwesten des Landes in der Region Somaliland verschleppt worden. Das Fahrzeug, in dem auch eine weitere deutsche Mitarbeiterin, ein lokaler Mitarbeiter sowie der Fahrer saßen, war etwa 60 Kilometer nördlich von Erigavo von einer Gruppe Bewaffneter angehalten worden.

Hilfsorganisationen ziehen Mitarbeiter ab

In Somalia herrschen seit mehr als einem Jahrzehnt bürgerkriegsähnliche Zustände. Das Land am Horn von Afrika hat bereits seit 1991 keine funktionierende Zentralregierung mehr.

In den vergangenen Monaten wurden wiederholt auch Mitarbeiter von Hilfsorganisationen und der Vereinten Nationen Opfer von Angriffen.

Anfang Januar waren zwei Mitarbeiterinnen von Ärzte ohne Grenzen entführt und nach einer Woche wieder freigelassen worden. Mehrere internationale Hilfsorganisationen haben deshalb ihre ausländischen Mitarbeiter aus Somalia abgezogen. (sf/dpa/AFP)

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