Entführung in Afghanistan : Tote deutsche Geisel nach Deutschland gebracht

Am Abend ist der Leichnam der getöteten deutschen Geisel Rüdiger D. auf dem militärischen Teil des Köln/Bonner Flughafens in Wahn gelandet. Er soll am Donnerstag obduziert werden.

Wahn
Militärflugzeug auf dem Flughafen Wahn. -Foto: dpa

Berlin/Köln/WahnDer Leichnam der in Afghanistan getöteten deutschen Geisel ist nach Deutschland zurückgebracht worden. Die Maschine der Bundeswehr landete mit dem Toten an Bord auf dem militärischen Teil des Köln/Bonner Flughafens in Wahn. Die Leiche des 44 Jahre alten Bauingenieurs Rüdiger D. aus Mecklenburg-Vorpommern soll am Donnerstag in Köln obduziert werden.

Dabei geht es vor allem um die Frage, ob der Ingenieur an den Folgen eines in der Geiselhaft erlittenen Kollapses oder an den Schüssen, die seine Entführer auf ihn abfeuerten, gestorben ist. Nach einer ersten Untersuchung in Kabul wies der Leichnam Schusswunden auf.

Ursprünglich hatte der Transport bereits am Dienstag stattfinden sollen. Der Abflug hatte sich jedoch laut Außenministerium aufgrund von Abläufen in Kabul verzögert. Der Ingenieur war vergangene Woche zusammen mit einem deutschen Kollegen und fünf Afghanen südlich von Kabul verschleppt worden. Sein Kollege befindet sich noch immer in den Händen der Geiselnehmer. Der Bauingenieur ist nach ARD-Informationen körperlich geschwächt, aber immer noch bei Kräften. Wer hinter der Entführung, zu der sich die radikalislamischen Taliban bekannt haben, tatsächlich steckt, ist noch immer unklar. (mit ddp/AFP)

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