Entführung : Lebenszeichen von verschleppter Familie im Jemen

Vor sechs Monaten wurde ein deutsches Paar mit seinen drei Kindern im Norden Jemens entführt. Nun gibt es offenbar ein Video, auf dem die Kinder zu sehen sind.

BerlinVon den Kindern der vor einem halben Jahr im Jemen verschleppten fünfköpfigen Familie aus Sachsen gibt es laut Bild-Zeitung ein Lebenszeichen. Wie die Zeitung berichtet, liegt der Bundesregierung ein Video der Entführer vor, das offenbar aus den letzten Wochen stammt.

Das Auswärtige Amt wollte diese Informationen zunächst weder bestätigen noch dementieren: "Der Krisenstab ist weiter unvermindert um eine Lösung des Falles bemüht", hieß es dort lediglich.

Die Aufnahme zeige, dass zumindest die drei Kinder im Alter von einem, drei und fünf Jahren noch lebten, heißt es in dem Bericht. "Die Kinder machen einen erschöpften Eindruck", zitiert Bild einen hohen Regierungsbeamten. Über das Schicksal der Eltern herrsche allerdings weiter Unklarheit.

Mitte Juni war die Familie im Jemen verschleppt worden. Das Ehepaar hatte in einem Krankenhaus der Provinz Saada gearbeitet. Zwei deutsche Frauen und eine Koreanerin, die gemeinsam mit der Familie entführt worden waren, wurden später erschossen aufgefunden.

Als Vermittler ist der frühere Außenstaatssekretär Jürgen Chrobog eingeschaltet. Er war im Dezember 2005 mit seiner Familie selbst Opfer einer Geiselnahme im Jemen geworden.

Quelle: ZEIT ONLINE, dpa

0 Kommentare

Neuester Kommentar