ENTWICKLUNGSHILFE : Doppelt beständig

Anfang 2010 hat die Bundesregierung ihre jährliche Hilfe für Afghanistan auf rund 430 Millionen Euro verdoppelt. Gut 240 Millionen Euro davon entfallen auf Niebels Etat, der Rest kommt aus dem Auswärtigen Amt. Die Zusage gilt bis 2013. 161 Millionen Euro fließen in den Bau von Straßen, Schulen oder auch die Erweiterung des Trinkwassernetzes vor allem im Norden Afghanistans, 63,5 Millionen in klassische Entwicklungsprojekte wie Ausbildung von Lehrern und Verwaltungsbeamten, die ländliche Entwicklung, Kleingewerbeförderung oder den Aufbau von Wasserversorgern. Der Bedarf ist riesig. In Afghanistan stirbt jedes fünfte Kleinkind, 70 Prozent aller Afghanen haben kein Einkommen, 30 Prozent kein sauberes Trinkwasser. „An oberster Stelle steht für uns aber die Beständigkeit der Projekte“, sagt ein BMZ-Sprecher. Jedes Vorhaben, in das deutsche Steuergelder flössen, werde sorgfältig geprüft. Denn Korruption ist in Afghanistan nach wie vor ein großes Problem. uls

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