Entwicklungshilfe : SPD-Außenpolitiker fordert mehr Geld für Afghanistan

Der SPD-Außenpolitiker Gert Weisskirchen fordert, unabhängig vom militärischen Mandat in Afghanistan müsse "der Akzent des zivilen Aufbaus verstärkt werden", für den das Entwicklungsministerium zuständig sei. Er fordert dafür mehr Geld.

BerlinWo es sinnvoll und notwendig sei, müsse ein "zusätzliches Plus im Haushalt für 2009" eingebaut werden, sagte Weisskirchen dem Tagesspiegel. Wichtige Aspekte seien das Bildungssystem sowie die Schaffung von Arbeitsplätzen. Dies sei "einer der Schlüssel für die Entwicklung Afghanistans". Am Ende "wird Afghanistan nicht militärisch entschieden". Weisskirchen fügte hinzu: "Kommt der zivile Aufbau schneller voran, wird auch der militärische Anteil Schritt für Schritt zurückgenommen werden können. Aber nicht vorher." Auch beim Aufbau der Polizei in Afghanistan "tun wir nicht genug. Die Anstrengungen müssen verstärkt werden", sagte der SPD-Politiker. Er bedaure sehr, dass das, was unter der europäischen Polizeimission Eupol angekündigt worden sei, "nicht in der Weise Realität wird". (Tsp)

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