Politik : Entwicklungshilfe: Wieczorek-Zeul gegen Streichungen

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Entwicklungshilfeministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) hat davor gewarnt, durch Haushaltskürzungen die Arbeit ihres Ministeriums zu gefährden. "Es ist klar, dass mit Streichungen das nicht mehr zu schultern ist, was an internationaler Zusammenarbeit zu leisten ist", sagte sie in Berlin bei der Vorstellung des elften Berichts der Bundesregierung zur Entwicklungspolitik. Gleichzeitig machte die Politikerin deutlich, dass sie den Konflikt mit Finanzminister Hans Eichel (SPD) nicht verschärfen will. Zuvor hatte das Kabinett den Entwicklungsbericht gebilligt, der über die Situation in den armen Ländern sowie die Projekte des Ministeriums von 1995 bis 2000 Auskunft gibt. Aus der Studie geht hervor, dass die Kluft zwischen Arm und Reich trotz großer wirtschaftlicher Fortschritte in einigen Regionen der Welt immer größer wird. Ein Fünftel der Erdbevölkerung muss danach mit weniger als einem US-Dollar pro Tag auskommen, fast die Hälfte der Menschheit hat weniger als zwei Dollar am Tag zur Verfügung. Laut Wieczorek-Zeul ist der Anteil der deutschen Entwicklungshilfeausgaben von 0,26 Prozent am Bruttosozialprodukt im Jahr 1998 auf 0,27 Prozent im laufenden Jahr gestiegen.

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