Politik : Erbittert

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In der mehrheitlich von Muslimen bewohnten russischen Teilrepublik Tschetschenien bekämpfen sich seit einem Jahrzehnt Streitkräfte und Freischärler in einem erbitterten Konflikt. In den Kämpfen von 1994 bis 1996 sowie seit 1999 sind Zehntausende von Zivilisten, Soldaten und Rebellen getötet worden. Die von Zerstörung, Armut und Gewalt verfolgte Bevölkerung im Nordkaukasus trägt das größte Leid. In der islamisch geprägten Bergregion von der Größe Hessens sind bis zu 80 000 russische Soldaten, Polizisten und Geheimdienstkräfte stationiert. Ihnen stehen nach Schätzungen noch bis zu 2000 Rebellen gegenüber, die auch Unterstützung aus dem Ausland erhalten. In den vergangenen Jahren sind die Freischärler vom offenen Kampf zum Partisanenkrieg übergegangen. Zudem gab es eine Reihe von spektakulären Terroranschlägen tschetschenischer Extremisten in Moskau. Zuletzt starben im Februar bei einem Bombenanschlag auf die Moskauer Metro 40 Menschen. dpa

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