Erbschaftssteuer : CSU setzt auf Konfrontation

Wer angenommen hat, dass die CSU bei der Erbschaftssteuer nun endlich einlenkt, sieht sich getäuscht. Sowohl der scheidende CSU-Chef Erwin Huber als auch der neue starke Mann Horst Seehofer beharren auf Korrekturen.

MünchenIm Berliner Koalitionsstreit über die Erbschaftssteuerreform geht die CSU weiter auf Konfrontationskurs. Der scheidende Parteichef Erwin Huber sagte am Montag vor einer Sitzung des CSU-Vorstands in München: "Das, was jetzt vorliegt, ist aus unserer Sicht nicht abschlussfähig." Auch Hubers designierter Nachfolger Horst Seehofer verlangte erneut Korrekturen im Fall vererbter Betriebe und bei selbst genutztem Wohneigentum.

Eine Sprecherin des Berliner CSU-Landesgruppenchefs Peter Ramsauer stellte klar, dass dieser nicht für einen völligen Verzicht auf die Erbschaftssteuer eintrete. Ramsauer habe lediglich auf einen Vorschlag der finanzpolitischen Sprecher der Unions-Landtagsfraktionen hingewiesen. Die Sprecherin betonte, man verhandle nach wie vor hart in der Sache für eine Lösung "innerhalb des Systems". (ae/ddp)

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