Erbschaftssteuer-Reform : Kauder: Luxusvilla wird weiter besteuert

Die Große Koalition berät zur Zeit über eine Reform der Erbschaftssteuer. Es gibt erste Teilergebnisse, aber offen seien in etwa noch die Freibeträge beim Vererben von Wohneigentum.

Volker Kauder
Volker Kauder: Bei den Beratungen zur Reform sei man "gut vorangekommen".-Foto: ddp

KölnDas Aufkommen aus der Erbschaftssteuer soll sich nach dem Willen der Koalition mit der Reform nicht ändern. Die Koalition habe sich darauf verständigt, dass die Einnahmen wie bisher bei rund vier Milliarden Euro liegen sollen, sagte Unions-Fraktionschef Volker Kauder (CDU) am Dienstag im Deutschlandfunk. Die Steuer steht den Bundesländern zu. Die Länder könnten und wollten auf die Steuer nicht verzichten.

Die Spitzen von CDU, CSU und SPD hatten am Montagabend rund fünf Stunden lang im Kanzleramt über die Reform der Erbschaftssteuer beraten. Man sei dabei "gut vorangekommen", sagte Kauder. Er gehe davon aus, dass es bis Ende der Woche eine Lösung gibt.

Luxusvilla wird nicht freigestellt

Offen seien aber etwa noch die Freibeträge beim Vererben von Wohneigentum, das selbst genutzt wird. Kauder nannte hier eine Summe von über eine Million Euro. Bei selbst genutztem Wohneigentum müsse es eine "hohe Grenze" geben. "Aber es ist völlig klar, dass wir natürlich die Luxusvilla mit weiß Gott wie vielen Zimmern und Bädern nicht freistellen wollen", betonte Kauder. (bai/ddp)

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