• Erika Steinbach empfängt die "Diktatorin": Merkel bittet Vertriebene um Unterstützung für Flüchtlingspolitik

Erika Steinbach empfängt die "Diktatorin" : Merkel bittet Vertriebene um Unterstützung für Flüchtlingspolitik

Angela Merkel hat beim Jahresempfang des Bundes der Vertriebenen Erika Steinbach getroffen - die ihr kürzlich per Twitter vorwarf, "wie in einer Diktatur" zu regieren.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) unterhält sich beim Bund der Vertriebenen mit dessen Ehrenpräsidentin Erika Steinbach (CDU).
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) unterhält sich beim Bund der Vertriebenen mit dessen Ehrenpräsidentin Erika Steinbach (CDU).Foto: Kay Nietfeld/dpa

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die deutschen Heimatvertriebenen und ihre Nachkommen um Unterstützung für ihre Flüchtlingspolitik gebeten. „Seien Sie eine deutliche Stimme in den täglichen Diskussionen“, sagte die Kanzlerin am Dienstagabend beim Jahresempfang des Bundes der Vertriebenen (BdV) in Berlin. Die Fluchtgründe und der kulturelle Hintergrund der Menschen, die heute nach Deutschland kämen, seien zwar andere als bei den deutschen Vertriebenen, „das Verbindende liegt aber in der Erfahrung, alles zurückzulassen und einen Weg ins Unbekannte zu gehen“, sagte Merkel.

Auch die Heimatvertriebenen seien nach dem Zweiten Weltkrieg nicht überall mit offenen Armen aufgenommen worden. Dennoch sei ihre Integration letztlich zu einer Erfolgsgeschichte geworden. „Diese Erfahrung sollte uns zuversichtlich machen“, fügte Merkel hinzu.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) unterhält sich beim Bund der Vertriebenen mit dessen Ehrenpräsidentin Erika Steinbach (CDU).
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) unterhält sich beim Bund der Vertriebenen mit dessen Ehrenpräsidentin Erika Steinbach (CDU).Foto: Kay Nietfeld/dpa

Besonders herzlich wurde die Kanzlerin von der BdV-Ehrenvorsitzenden Erika Steinbach (CDU) begrüßt. Steinbach hat die Flüchtlingspolitik der Regierung mehrfach scharf kritisiert. Zuletzt schrieb die menschenrechtspolitische Sprecherin der Unionsfraktion im Bundestag im Kurznachrichtendienst Twitter: „Seit September alles ohne Einverständnis des Bundestages. Wie in einer Diktatur“. (dpa)

3 Kommentare

Neuester Kommentar