Politik : Ermittlung wegen Geldgeschäften gegen Berlusconi Schweizer Bankier überwies

rund 53 Millionen Euro an Premier

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Mailand (mig). Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi hat erneut Schwierigkeiten mit Mailänder Untersuchungsrichtern, die wegen illegaler Geldgeschäfte gegen ihn ermitteln. Vor dem Mailänder Gerichtshof wird bereits in zwei Fällen wegen Bilanzfälschung und Steuerhinterziehung gegen den Premier ermittelt. Nach der Auswertung ausländischer Dokumente, die den Untersuchungsrichtern seit April vorliegen, wird jetzt auch in einem dritten Fall gegen den Regierungschef ermittelt. Es geht um Geld, das aus undurchsichtigen Quellen kommen soll.

Nach von der Tageszeitung „Corriere della Sera“ veröffentlichen Informationen erhielt Silvio Berlusconi von dem Schweizer Bankier Paolo Del Bue bis Ende 1994 verschiedene Geldbeträge in einer Gesamthöhe von rund 103 Milliarden Lire, also rund 53 Millionen Euro. Ab 1992 hatte Del Bue hohe Summen von einem Konto der Bank abgehoben und diese auf ein persönliches Konto von Berlusconi überwiesen, wie aus Kreisen des Mailänder Gerichtshofs bekannt wurde. Nach ersten Informationen handelt es sich um Gelder aus kriminellen Geschäften, die über die Schweizer Bank gewaschen werden sollten. Die Überweisungen aus der Schweiz, so die Staatsanwaltschaft, sollen bis zum gewonnenen Wahlkampf 1994 angedauert haben, nach dem Berlusconi zum ersten Mal Regierungschef wurde.

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