Politik : Ermittlungen gegen Villepin wegen Rufmord

Paris - Die französische Justiz hat wegen einer Rufmordkampagne gegen Staatschef Nicolas Sarkozy ein Ermittlungsverfahren gegen den ehemaligen Regierungschef Dominique de Villepin eingeleitet. In der „Clearstream-Affäre“ hatten die Untersuchungsrichter Anfang des Monats Villepins Wohnung und sein Büro durchsucht. Nach Ex-Premier Alain Juppé droht nun erneut einem „politischen Ziehsohn“ des langjährigen Präsidenten Jacques Chirac juristische Verfolgung. Zwei Wochen lang hat sich Villepin auf der Südseeinsel Tahiti auf das Verhör durch die Untersuchungsrichter vorbereitet. Der einstige Chefstratege von Jacques Chirac steht unter dem Verdacht, die Justiz angestachelt haben, gegen Sarkozy wegen Korruption und Steuerhinterziehung zu ermitteln, um Sarkozys Karriere zu zerstören. Dazu soll er über Mittelsleute den Richtern anonym Kontolisten des Finanzabrechnungsinstituts Clearstream zugespielt haben. Sarkozy stand gleich zweimal auf der gefälschten Liste. Mit den Clearstream-Listen sollten ursprünglich Manager ins Visier der Justiz gerückt werden. Es ging um Korruption bei Rüstungsgeschäften mit Taiwan. AFP/dpa

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