Politik : Ermittlungen zu zerstörten CIA-Bändern

Washington - Eine Affäre um zerstörte CIA-Videomitschnitte von „harschen“ Verhören mutmaßlicher Terroristen schlägt in den USA immer höhere Wellen. Nach heftiger Kritik der Demokraten leiteten das Justizministerium und der Geheimdienst CIA selbst Vorermittlungen ein. Nach Medienberichten vom Wochenende wussten hohe Beamte im Weißen Haus und Justizministerium seit 2003 von den Bändern sowie von Plänen für ihre Zerstörung und rieten der CIA davon ab, die Absicht in die Tat umzusetzen. Führende Demokraten nannten die Zerstörung „zutiefst beunruhigend“. Allerdings berichtete die „Washington Post“ am Sonntag unter Berufung auf Regierungsbeamte, dass zumindest vier hochrangige Vertreter der Partei zusammen mit mehreren Republikanern 2002 und 2003 von der CIA über die „harschen“ Verhörmethoden unterrichtet worden seien. Dazu habe simuliertes Ertränken gehört, das auch auf einem Teil der zerstörten Bänder beim Verhör des mutmaßlichen hochrangigen Al-Qaida- Terroristen Abu Subaida zu sehen war. Bei den seinerzeitigen Unterrichtungen habe mit einer Ausnahme niemand Einwände erhoben. dpa

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