Politik : Erneut Anschläge auf türkische Einrichtungen

DÜSSELDORF (rtr/AP). In Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg sind in der Nacht auf Donnerstag erneut mehrere Anschläge auf türkische Einrichtungen verübt worden. Menschen seien dabei nicht verletzt worden, teilte die Polizei mit. Im Kreis Tuttlingen zündeten Unbekannte zwölf Autos auf dem Gelände eines türkischen Gebrauchtwagenhändlers an und verursachten damit einen Sachschaden von rund 150 000 Mark. In Stuttgart wurden sieben Molotow-Cocktails gegen ein türkisches Wohn- und Geschäftshaus geworfen. Die Polizei nahm vier tatverdächtige Kurden fest. In Erkrath bei Düsseldorf wurde ein türkisches Lebensmittelgeschäft Ziel eines Brandanschlags. Es entstand erheblicher Sachschaden.

Im Siegkreis gab es nach Polizeiangaben zwei Brandanschläge auf türkische Cafes. In Hagen wurden ein türkisches Kulturzentrum und ein Import-Export-Geschäft Ziele von Brandanschlägen. In Dortmund nahm die Polizei zwei tatverdächtige Kurden nach einem Brandanschlag auf eine türkische Teestube fest.

Die Türkei will noch vor der parlamentarischen Sommerpause ein Gesetz verabschieden, das kurdischen Separatisten milde Strafen zusichert. Eine entsprechende Gesetzesvorlage für Rebellen, die freiwillig die Waffen niederlegen und der Polizei Informationen liefern, werde in Kürze eingebracht, sagte der türkische Ministerpräsident Bülent Ecevit am Donnerstag in Ankara.

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