Politik : Erstmals schreibt ein Papst über den Tod Johannes Paul II. schließt aber Rücktritt aus

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Rom (dpa). Papst Johannes Paul II. hat mit einem Tabu gebrochen und erstmals über seinen Tod geschrieben. Er schloss aber indirekt einen Rücktritt zu Lebzeiten aus. In einem am Donnerstag veröffentlichten Werk mit dem Titel „Römisches Triptychon“, schreibt er, dass nach seinem Tod die nächste Papstwahl stattfinden wird. Zum Schluss einer Meditation über das Konklave vor 25 Jahren, bei dem er am 16. Oktober 1978 zum Oberhaupt der katholischen Kirche gewählt wurde, schreibt er: „Und so wird es wieder sein, wenn es erforderlich wird, nach meinem Tode.“ Über den Tod schreibt der schwer kranke 82Jährige auch an einer anderen Stelle: „Das, was wohlgeformt war, wird unförmig. Das, was lebendig war – ist jetzt leblos. Das, was schön war – ist jetzt hässliche Verwüstung. Doch ich sterbe nicht ganz, denn das, was in mir ist, dauert fort als unzerstörbar.“ In dem nur elf Seiten langen Werk meditiert der Papst auch über das antike Ur, der im heutigen Irak gelegenen Heimatstadt Abrahams. Er geht jedoch nicht auf die aktuelle Kriegsgefahr ein.

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