Politik : ERZIEHEN UND ERZOGEN WERDEN

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Ein „Familientier“ ist Renate Schmidt nach eigener Einschätzung. Die 60jährige Ministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat drei Kinder, die sie nach dem Tod ihres ersten Mannes neben ihrem Beruf als Systemanalytikerin alleine großziehen musste. Nicht durch rigide Staatsvorgaben, sondern durch Arbeit am gesellschaftlichen Konsens will Schmidt den Aufbruch der Familienpolitik in Deutschland bewerkstelligen und das Betreuungsangebot verbessern. Dieser Ansatz wird nicht nur vom Kanzler, sondern auch von der Wirtschaft, den Gewerkschaften, Frauenorganisationen und Kirchen unterstützt. Nach der Regierungsklausur von Neuhardenberg am Wochenende will die Ministerin im Kabinett schnell das Gesetz zum Ausbau der Kinderbetreuung von unter Dreijährigen verabschieden lassen. Es sieht vor, dass Städte und Gemeinden bis 2010 ein bedarfsgerechtes Angebot für unter Dreijährigen aufbauen, und definiert erstmals auch Bildung als Aufgabe der Kinderhüter. hmt

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