Politik : Es gab Wasser auf dem Mars

US-Weltraumbehörde: Menge reichte, Leben entstehen zu lassen

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Washington/Berlin (tdp). Wissenschaftler der amerikanischen Weltraumbehörde Nasa haben keine Zweifel mehr daran, dass auf dem Mars einmal Wasser geflossen ist. Dies sei das Ergebnis der Gesteinsanalysen, die der Marsroboter „Opportunity“ in den vergangenen fünf Wochen gemacht habe, teilten sie am Dienstagabend in Washington bei einer mit Spannung erwarteten Pressekonferenz mit. „Durch diese Steine ist einmal Wasser geflossen“, sagte Steve Squyres von der Cornell Universität in Ithaca. Das Wasser habe die Struktur und die mineralogische Zusammensetzung des Gesteins deutlich sichtbar verändert. „Wir waren in der Lage, die verräterischen Spuren zu lesen, die das Wasser im Gestein hinterlassen hat.“ Bereits vor wenigen Wochen hatte die europäische Raumsonde „MarsExpress“ Bilder zur Erde gefunkt hat, die offenbar längst ausgetrocknete Flussbetten zeigen. Die Boden- und Gesteinsmessungen, die „Opportunity“ in einer anderen Marsgegend gemacht hat, bestätigen dies nun.

Die wichtigsten Indizien kommen dabei von zwei deutschen Messgeräten aus Mainz. Mit ihrer Hilfe haben die Wissenschaftler unter anderem vom Wasser veränderte Eisen-Schwefelverbindungen gefunden. „Die Nasa hat die beiden Roboter losgeschickt, um herauszufinden, ob es zumindest in einem Teil des Mars einmal so feucht war, dass dort Leben existiert haben könnte“, sagte der amerikanische Planetenforscher James Garvin. „Heute haben wir eine starken Rückhalt für eine aufregende Antwort: Ja!“

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