Politik : Estland: Die Republik wirbt in Deutschland für EU-Beitritt

Zum Auftakt seines fünftägigen Deutschlandbesuchs hat der Präsident der Republik Estland, Lennart Meri, am Montag Baden-Württemberg besucht. Auf dem Programm stand neben einer Unterredung mit Ministerpräsident Erwin Teufel (CDU) eine Visite beim Autobauer DaimlerChrysler in Sindelfingen bei Stuttgart. Bei dem Gespräch mit Teufel ging es vor allem um den geplanten Beitritt Estlands zur Europäischen Union.

Am späten Montagabend ist Meri, der von einer Wirtschaftsdelegation begleitet wird, nach Berlin weitergeflogen. Für Dienstag sind Zusammenkünfte mit Bundespräsident Johannes Rau, Bundeskanzler Gerhard Schröder und mit dem Regierenden Bürgermeister von Berlin, Eberhard Diepgen (CDU), geplant. Ferner ist ein Gespräch mit Bundestagspräsident Wolfgang Thierse vorgesehen. Der Staatsbesuch endet am kommenden Freitag mit einer Visite in Mecklenburg-Vorpommern.

Die Europäische Union will innerhalb der nächsten Jahre bis zu zwölf neue Mitgliedsstaaten aufnehmen. Seit zweieinhalb Jahren verhandelt sie mit Estland sowie mit Polen, Ungarn, Tschechien, Slowenien und Zypern über deren Beitritt. Anfang des Jahres eröffnete sie außerdem Verhandlungen mit der Slowakei sowie mit Lettland, Litauen, Rumänien, Bulgarien und Malta. Eine erste Erweiterungsrunde will die EU-Kommission noch in der laufenden Amtsperiode vollziehen, die bis 2005 reicht.

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