Politik : Eta-Anschläge: Die baskische Terrororganisation bombt in Barcelona

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Die Serie der Terroranschläge in Spanien reißt nicht ab. Die Eta zündete am Freitagmorgen mitten im Zentrum von Barcelona eine Paketbombe. Der Sprengsatz explodierte um 2.30 Uhr in der katalanischen Metropole. Drei junge Spanier wurden durch herumfliegende Glassplitter leicht verletzt. Davon abgesehen entstand nur Sachschaden an einem naheliegenden Geschäft und einer Sparkassen-Filiale. In der baskischen Regionalhauptstadt Vitoria detonierte am selben Tag ein Sprengsatz vor der Wohnung eines Offiziers der spanischen Streitkräfte. Es wurde niemand verletzt.

Einen Tag nach dem fehlgeschlagenen Autobomben-Anschlag der Eta auf den Flughafen der Urlaubermetropole Malaga riefen die spanischen Behörden die Feriengäste auf, die Ruhe zu bewahren. "Die spanischen und ausländischen Urlauber können unbesorgt an die Costa del Sol kommen und dort ihre Ferien genießen", betonte der Regierungschef der autonomen Region Andalusien, Manuel Chaves.

Nachdem eine Eta-Terroristin in Torrevieja von ihrem eigenen Dynamit in Stücke gerissen wurde und die Polizei die 53-Kilo-Bombe auf dem Flughafen von Malaga noch rechtzeitig entschärfen konnte, ist der Anschlag von Barcelona bereits der dritte Attentats-Versuch der Eta in vier Tagen.

Die spanische Polizei verstärkte ihre Präsenz am Mittelmeer und schickte Sprengstoffexperten an die Küste. Aber die Fahnder haben es sehr schwer, den Bombenlegern auf die Spur zu kommen. Die Eta setzt an der Küste kleine und mobile Kommandos von zwei oder drei Leuten ein. Die Mitglieder sind zumeist "legale" Eta-Aktivisten, die bisher ein bürgerliches Leben geführt haben.

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