Eta-Anschlag : Zapatero setzt Friedensprozess aus

Nach dem Eta-Anschlag auf den Madrider Flughafen hat der spanische Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero den Friedensprozess mit der baskischen Untergrundorganisation ausgesetzt.

Madrid - Er habe angeordnet, alle Verhandlungsbemühungen mit der Eta einzustellen, sagte Zapatero am Samstagabend in Madrid. Das Attentat sei mit einem Friedensprozess unvereinbar. "Der von der Eta eingeschlagene Weg führt nirgendwo hin und bringt nur Leid und Schmerz", betonte der sozialistische Regierungschef.

Nach dem Autobombenanschlag werden noch zwei Menschen vermisst. Sie werden nach Angaben der Rettungskräfte unter den Trümmern des zerstörten Parkhauses vermutet, wo der Sprengsatz am Morgen explodiert war. Bei einem der Vermissten handele es sich um einen 19-jährigen Ecuadorianer. Er hatte in seinem Wagen ein Nickerchen gemacht, während seine Freundin Angehörige am Flughafen abholte. Bei dem Attentat wurden nach jüngsten Berichten zudem 26 Menschen leicht verletzt. Nach Ansicht der spanischen Regierung hat die Eta mit dem Anschlag ihre neunmonatige "Waffenruhe" beendet. (tso/dpa)

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