ETA : Autobombe explodiert in Spanien

In der nordspanischen Stadt Vitoria ist in der Nacht auf Sonntag eine Autobombe explodiert. Ein anonymer Anrufer hat zuvor vor dem Sprengsatz gewarnt.

Bei einem Bombenanschlag mutmaßlicher ETA-Terroristen im nordspanischen Vitoria ist in der Nacht zum Sonntag Sachschaden entstanden. Wie die Zeitung "El Pais" in ihrer Internetausgabe berichtete, explodierte der in einem Auto versteckte Sprengsatz gegen Mitternacht in einem Geschäftsviertel der Hauptstadt des autonomen Baskenlandes vor dem Hauptsitz einer Sparkasse.

Verletzte habe es nicht gegeben. Ein anonymer Anrufer hatte den
Anschlag dem Bericht zufolge 45 Minuten zuvor bei der Polizei im Namen der baskischen Untergrundorganisation angekündigt. Daraufhin sei das Gebiet weiträumig abgesperrt worden. Das Sparkassengebäude und umliegende Häuser seien durch die Explosion beschädigt worden.

Voraus gingen diverse Verbote und Festnahmen

Am Mittwoch hatte ein spanisches Gericht die Auflösung der
ETA-nahen Gruppe Askatasuna angeordnet, die inhaftierte Mitglieder der baskischen Untergrundorganisation unterstützt hat. Wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung wurden zudem 21 ranghohe Mitglieder der Askatasuna zu langen Haftstrafen verurteilt. Am Dienstag wurde zudem die nationalistische Baskenpartei ANV wegen ihren Verbindungen zur Batasuna, dem politischen Arm der ETA, verboten.

Die ETA kämpft seit fast 40 Jahren gewaltsam für die Unabhängigkeit des im Norden Spaniens gelegenen Baskenlandes. Dabei wurden mehr als 820 Menschen getötet. Die EU und die USA betrachten die militanten Untergrundkämpfer als Terrororganisation. (ata/AFP/dpa)

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