Politik : EU besorgt über Menschenrechte in Usbekistan

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Berlin - Die Europäische Union hat von der usbekischen Regierung eine Überprüfung der Urteile gegen zwei Menschenrechtlerin in dem zentralasiatischen Land gefordert. Die Grundsätze eines „ordnungsgemäßen und fairen Verfahrens im Einklang mit Usbekistans Verpflichtungen zur Einhaltung internationaler Menschenrechtsstandards“ müssten uneingeschränkt beachtet werden, erklärte das Auswärtige Amt am Freitag im Namen der EU-Ratspräsidentschaft.

In der autoritär regierten Republik Usbekistan waren in den vergangenen Tagen die Menschenrechtlerinnen Umida Nijasowa und Gulbachor Turajewa zu Haftstrafen von sieben beziehungsweise sechs Jahren verurteilt worden, weil sie die innere Sicherheit des Landes gefährdet haben sollen. Nijasowa hatte neben ihrer Tätigkeit für die internationale Organisation Human Rights Watch auch als Journalistin an der Aufarbeitung des Massakers von Andischan mitgearbeitet. In der ostusbekischen Stadt Andischan hatten Regierungstruppen vor zwei Jahren wahllos in eine Protestkundgebung geschossen und hunderte Menschen getötet. dpa

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