EU-Kommission : Ein Lob für Deutschland

Die Wirtschaft hat nach Einschätzung der EU-Kommission die Belastungen aus der deutschen Einheit endgültig hinter sich gelassen.

Hamburg - "Die Nachwirkungen der Wiedervereinigung sind jetzt wohl weitgehend überwunden", sagte der Generaldirektor für Wirtschaft und Finanzen, Klaus Regling, der "Financial Times Deutschland". "Das wird das deutsche Wirtschaftswachstum dauerhaft positiv beeinflussen." Grund sei unter anderem die rapide Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit. Sie habe wieder das Niveau von 1989 erreicht, sagte Regling. Auch der einst überdimensionierte Bausektor habe seine Schrumpfung beendet. Allein dies könne das Wachstum künftig einen Prozentpunkt höher ausfallen lassen als in den Vorjahren.

Regling lobte ausdrücklich die deutsche Finanzpolitik: "Deutschland sticht mit seiner derzeitigen Haushaltskonsolidierung qualitativ und quantitativ unter den großen EU-Ländern positiv hervor." So erfolge die Konsolidierung entgegen des weit verbreiteten Eindrucks vor allem über sinkende Staatsausgaben. Zudem führe die Bundesrepublik das Strukturdefizit schneller zurück als Italien oder Frankreich. "Trotz der Mehrwertsteuererhöhung 2007 haben wir in Deutschland praktisch keine Erhöhung der Abgabenquote", sagte der EU-Beamte. Auch über einen längeren Zeitraum sei die Steuer- und Abgabenquote zurückgegangen. Zwar sei die Belastung durch Sozialabgaben gestiegen, in der Summe seien die Bürger in den vergangenen Jahren aber entlastet worden. (tso/AFP)

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