EU-Kommission : EU will Fleisch-Konflikt mit Russland entschärfen

Am Rande der Grünen Woche in Berlin hofft die EU- Kommission auf ein Ende des russischen Importverbots für Fleisch aus Polen. Zudem wird über die Fortsetzung der EU-Agraexporte nach dem EU-Beitritt Rumäniens und Bulgariens verhandelt.

Brüssel - Ein Sprecher von EU-Gesundheitskommissar Markos Kyprianou sagte in Brüssel, bei einem Treffen mit russischen Regierungsvertretern werde es am 17. Januar auch um die Aufhebung des Einfuhrstopps gehen. Kyprianou werde am kommenden Montag nach Warschau reisen, um sich mit der polnischen Regierung über das weitere Vorgehen abzustimmen.

Eine Vereinbarung mit Moskau über die Fortsetzung der EU- Agrarexporte nach dem Beitritt Bulgariens und Rumäniens soll am 19. Januar ebenfalls in Berlin unterzeichnet werden. Russland hatte ursprünglich mit einem Stopp der Einfuhren gedroht, weil in den beiden Neu-Mitgliedstaaten die Schweinepest grassiert. Die EU- Kommission hat Russland garantiert, dass aus Bulgarien und Rumänien keine Schweinefleischprodukte in die übrige EU gelangen werden.

Unabhängig davon sei die Aufhebung des schon vor mehr als einem Jahr von Russland gegen Polen verhängten Fleisch-Importverbots "eine oberste Priorität Kyprianous im neuen Jahr", versicherte der Sprecher des Kommissars. Seit der Einigung über den Verzicht auf russische Einfuhrbeschränkungen wegen der EU-Erweiterung herrsche "ein positiveres Klima" zwischen Moskau und der Europäischen Union. "Das könnte die Aufhebung des Einfuhrverbots erleichtern." Polen blockiert als Reaktion auf das Ausfuhrverbot mit einem Veto die Aufnahme von wichtigen Verhandlungen zwischen der EU und Russland über die künftigen Beziehungen beider Seiten. (tso/dpa)

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