Politik : EU legt Grenzwerte für Asche fest

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Brüssel - Am Tag, als in Europa erneut Flüge wegen der isländischen Vulkanasche ausfielen, haben die EU-Verkehrsminister in Brüssel Konsequenzen aus dem Chaos im vergangenen Monat gezogen. Bei einem Treffen in Brüssel vereinbarten sie, bis Sommer ein neues Messsystem mit Boden- und Luftmessstationen in den Mitgliedstaaten aufzubauen. Zudem sollen Kriterien entwickelt werden, aus denen hervorgeht, bei welcher Aschekonzentration Flugzeuge noch abheben dürfen. Einheitliche Grenzwerte für Vulkanasche im Luftverkehr sollen ab sofort ein Flug-Chaos in Europa verhindern. Die Entscheidung darüber, ob der Luftraum gesperrt wird oder nicht, soll künftig nicht mehr im nationalen Alleingang gefällt werden. „Wir haben vereinbart, dass wir uns den Empfehlungen von Eurocontrol unterwerfen und kein Land einfach macht, was es will“, sagte Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU). Eurocontrol ist die europäische Flugsicherheitsbehörde. Demnach ist das Fliegen nach derzeitigem Erkenntnisstand bei einer Aschekonzentration von unter 0,2 Milligramm pro Kubikmeter Luft gefahrlos und über zwei Milligramm gefährlich – dazwischen sollen Sichtflüge möglich sein. In der Frage möglicher Entschädigungen bestätigte Ramsauer, dass Staatshilfen für Fluggesellschaften „vom Tisch“ seien. Christopher Ziedler

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