EU nach dem Brexit : Merkel hält an Beitrittsperspektive für Balkanländer fest

Für die Länder des Westbalkans verschlechtern sich durch den Brexit nicht die Chancen eines EU-Beitritts, sagte Angela Merkel am Montag in Paris.

Angela Merkel am Montag beim Westbalkan-Gipfel in Paris.
Angela Merkel am Montag beim Westbalkan-Gipfel in Paris.Foto: REUTERS

Das Brexit-Votum verschlechtert nach Worten von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nicht die Chancen der Staaten des westlichen Balkan auf einen künftigen EU-Beitritt. Ihre Beitrittsperspektive bleibe "erhalten", sagte Merkel am Montagabend bei einem Westbalkangipfel in Paris. "Es hat sich mit der Entscheidung Großbritanniens nichts geändert." Die Staaten der Region hätten etwas anderes "befürchtet".

Es gehe aber darum, die Bedingungen zu erfüllen, "um einen Beitrittsprozess voranzubringen", sagte die Kanzlerin. "Und da hat jedes Land einen anderen Stand erreicht."

In Paris berieten am Montag die Regierungschefs der Westbalkanstaaten Albanien, Bosnien-Herzegowina, Kosovo, Mazedonien, Montenegro und Serbien mit Vertretern von EU-Staaten und der EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini über eine Zusammenarbeit auf mehreren Gebieten. Dabei wurde auch eine Vereinbarung zur Gründung eines Jugendwerks für die Balkanregion unterzeichnet. Vorbild ist das deutsch-französische Jugendwerk. (AFP)

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