Politik : EU-Sozialreformen: Fink: USA sind kein Vorbild

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Die EU-Länder sollten sich bei der Reform ihrer Sozialsysteme nicht die Vereinigten Staaten zum Vorbild nehmen. Das würde zu verstärkter Einkommensungleichheit, hoher Kriminalität und sozialen Spannungen in Europa führen, sagte der CDU-Sozialpolitiker Ulf Fink am Mittwoch in Berlin. "Statt die US-Amerikaner zu kopieren, sollten die Europäer ihre Sozialversicherungen erhalten und weiterentwickeln." Die Reformen sollten allerdings nicht allein das Ziel haben, die Sozialabgabenquote zu senken, sagte Fink. Um die Beschäftigungsprobleme zu bekämpfen, sei es wirksamer, die Arbeitsmärkte in Europa zu flexibilisieren. Die Beispiele der Niederlande oder Dänemarks zeigten, dass hohe Sozialstandards nicht zwangsläufig Erfolge bei der Schaffung von Arbeitsplätzen verhinderten.

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