Politik : EU und Russland einig über Transit Lösung für Kaliningrad in Sicht

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Brüssel (msb). Trotz der Zuspitzung in der TschetschenienFrage wird der Kaliningrad-Transit im Mittelpunkt des EU-Russland-Gipfels an diesem Montag stehen. Vertreter der EU-Kommission und Bevollmächtigte des russischen Präsidenten Wladimir Putin verständigten sich in den vergangenen Tagen auf eine Regelung für einen NonStop-Zugtransfer zwischen Kaliningrad und dem Rest der Russischen Föderation. Er soll zwar durch das Gebiet des künftigen EU-Mitgliedstaates Litauen erfolgen. Litauen soll dadurch jedoch nicht im künftigen Beitritt zur Schengen-Zone behindert werden.

Deshalb sollen Bewohner der russischen Exklave Kaliningrad, anders als bisher, ein Visum vorlegen müssen. Es soll als Einmalvisum zusammen mit dem Kauf einer Rückfahrkarte beantragt werden können. Um die Souveränität Litauens zu wahren, soll es erst nach einer Überprüfung durch die litauischen Behörden ausgehändigt werden. Für häufiger Reisende soll ein Mehrfachvisum, ein „Kaliningrad-Pass“, ausgestellt werden. Außerdem ist die EU bereit, eine Machbarkeitsstudie für den von Russland geforderten Hochgeschwindigkeitszug in Auftrag zu geben, dessen Passagiere keine Visa benötigen sollen.

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