Politik : EU weitet Sanktionen gegen Iran aus Umstrittene Hamburger Bank davon betroffen

Brüssel - Die Europäische Union (EU) will ihre Sanktionen wegen des umstrittenen iranischen Atomprogramms ausweiten. Betroffen seien mehrere Unternehmen, deren Guthaben eingefroren würden, teilten EU-Diplomaten am Donnerstag in Brüssel mit. Die Entscheidung über die Sanktionsausweitung soll den Angaben zufolge bei einem Treffen der EU-Außenminister am Montag getroffen werden. Die Liste der bereits mit Sanktionen belegten Unternehmen wird EU-Diplomaten zufolge um „rund hundert Unternehmen und fünf natürliche Personen“ ausgeweitet. Allerdings seien manche der Firmen „Briefkastenfirmen“, sagte ein Diplomat. Die Unternehmen stehen den Angaben aus Brüsseler Diplomatenkreisen zufolge meist im Zusammenhang mit dem Atom- und dem Raketenprogramm des Iran. Die betroffenen Iraner sind demnach Verantwortliche der Firmen. Der Iran steht unter dem Verdacht, im Zuge seines Nuklearprogramms am Bau von Atomwaffen zu arbeiten.

Den EU-Angaben zufolge sollen Tochtergesellschaften bereits gelisteter Unternehmen sowie weitere Firmen auf die Sanktionsliste aufgenommen werden. Deutschland hatte sich dafür eingesetzt, die umstrittene Europäisch-Iranische Handelsbank (EIHB) mit Sitz in Hamburg auf die Iran-Sanktionsliste der EU zu setzen. Es lägen inzwischen genug Beweise dafür vor, dass die Bank iranische Firmen finanziert habe, die wegen ihrer Beteiligung am iranischen Atomprogramm bereits sanktioniert werden, sagte ein EU-Diplomat. Geschäfte mit der Bank, die auch zu Verstimmungen zwischen Washington und Berlin geführt hatten, würden so unterbunden. AFP/rtr

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