EURO-KRISE : Instabile Volkswirtschaften

Es ist ein weiterer Baustein für eine stärkere Wirtschaftsregierung in Europa: EU-Währungskommissar Olli Rehn hat das neue Frühwarnsystem vorgestellt, mit dem wirtschaftliche Ungleichgewichte in der Europäischen Union besser erkannt werden sollen, um die nächste Krise verhindern zu können. Genau wie bei Haushaltsdefiziten soll die EU-Kommission Mitgliedstaaten künftig verwarnen und zu einem Politikwechsel auffordern können. Grundlage dafür ist ein Katalog von insgesamt zehn Kriterien, unter anderem die private Verschuldung, die Leistungsbilanz, Hauspreise, Lohnstückkosten und die Höhe der Vermögen im Ausland. Rehn sagte, die darauf basierende Untersuchung sei „unser wichtigstes Werkzeug, um die Entstehung gefährlicher und schädlicher Ungleichgewichte zu erkennen und zu bekämpfen“. Zwölf EU- Staaten bekamen gleich einen Vorgeschmack, wie diese neue Form der Überwachung funktioniert. Sie wurden als erste von Rehn „in alphabetischer Reihenfolge“ mit dem Makel einer möglicherweise instabilen Volkswirtschaft versehen: Belgien, Bulgarien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Ungarn, Slowenien, Spanien, Schweden und Zypern. chz

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