Euro-Krise : Italien verabschiedet Sparpaket

Das italienische Abgeordnetenhaus hat ein milliardenschweres Sparpaket verabschiedet. Gespart werden soll unter anderem durch das Einfrieren von Gehältern und einem Einstellungsstopp im Öffentlichen Dienst.

In der Schuldenkrise: Italiens Regierung hat einem milliardenschweren Sparpaket zugestimmt.
In der Schuldenkrise: Italiens Regierung hat einem milliardenschweren Sparpaket zugestimmt.Foto: dpa

Das italienische Abgeordnetenhaus hat am Freitag dem milliardenschweren Sparpaket der Regierung zugestimmt. Insgesamt 316 Abgeordnete votierten für die Einschnitte, 284 dagegen, zwei Parlamentarier enthielten sich. Mit dem am Donnerstag bereits vom Senat verabschiedeten Paket hofft die Regierung von Ministerpräsident Silvio Berlusconi, das Vertrauen der Märkte in die Kreditwürdigkeit des hochverschuldeten Staates zu sichern.

Nach Griechenland hat Italien mit Verbindlichkeiten in Höhe von fast 120 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) die zweithöchste Schuldenlast der Euroländer zu tragen. Bis 2014 soll Italiens Neuverschuldung mit dem Sparprogramm im Umfang von 48 Milliarden Euro auf 0,2 Prozent des BIP gesenkt werden. Zu den Maßnahmen gehören unter anderem geplante Privatisierungen und das Einfrieren von Gehältern sowie Einstellungsstopps im Öffentlichen Dienst. (AFP)

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