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Euro-Rettungsschirm : EU-Parlamentspräsident befürwortet Zypernhilfe

Unter Auflagen sollen die Zyprioten Gelder aus dem Euro-Rettungsschirm ESM bekommen - dafür hat sich der EU-Parlamentspräsident Martin Schulz ausgesprochen. Doch der Bedarf des Inselstaats liegt im zweistelligen Milliardenbereich.

Die zypriotischen Banken sind in Schwierigkeiten. Foto: dpa
Die zypriotischen Banken sind in Schwierigkeiten.Foto: dpa

EU-Parlamentspräsident Martin Schulz hat sich dafür ausgesprochen, Zypern unter Auflagen Finanzhilfen aus dem Euro-Rettungsschirm ESM zu gewähren. „Die Zyprioten haben das Recht auf eine gleiche Behandlung wie alle Mitglieder der Euro-Zone auch“ sagte Schulz dem „Tagesspiegel“. Allerdings müsse Zypern im Gegenzug seinen „völlig überdimensionierten Finanzsektor“ reformieren, sagte der SPD-Politiker weiter. Auch die öffentlichen Ausgaben gehörten auf den Prüfstand. Schulz forderte, die Inhalte eines möglichen Rettungspaketes für Zypern möglichst schnell öffentlich zu diskutieren.

„Wenn die Bedingungen und Auflagen eines Hilfspakets zu lange geheim oder unerklärt blieben, würde das nur den Unmut der Öffentlichkeit in Zypern schüren“, sagte er. Der Finanzbedarf Zyperns soll bei 17,5 Milliarden Euro liegen.

(tsp)

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