Politik : „Europa ist müde“

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Reaktionen auf das Scheitern der EUFinanzverhandlungen in Brüssel:

„Dies ist kein guter Tag für Europa ... Ich bin traurig.“

Bundeskanzler Gerhard Schröder

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„Das entspricht nicht dem, was Europa für das 21. Jahrhundert braucht.“

Großbritanniens Premier Tony Blair

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„Der deutsche Kanzler hat die Position Frankreichs perfekt unterstützt.“

Frankreichs Präsident Jacques Chirac

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„Zwei Vorstellungen von Europa sind zusammengeprallt: die eine, die nur einen großen, gemeinsamen Markt und nichts anderes will, und die andere, der eine politische Union Europa vorschwebt. “

EU-Ratspräsident Jean-Claude Juncker

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„Das ist lächerlich und enttäuschend und für uns neue EU-Mitglieder absolut unverständlich.“

Tschechiens Premier Jiri Paroubek

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„Es waren die Reichsten, die für Rabatte und Schecks gekämpft haben.“

Belgiens Premier Guy Verhofstadt

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„Heute Nacht wurde eine große Chance für Europa vergeben.“

Österreichs Kanzler Wolfgang Schüssel

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„Wir brauchen nicht nur Nachdenklichkeit, wir brauchen eine aktive ernsthafte Debatte.“

Polens Ministerpräsident Marek Belka

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„Allen Anzeichen nach ist Europa müde“ Ungarns Premier Ferenc Gyurcsany

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„Wir haben jetzt eine doppelte Krise – eine Krise im Verhältnis der Bürgerinnen und Bürger zur Europäischen Union und eine Krise im Verhältnis zwischen den Mitgliedstaaten.“

Industriekommissar Günter Verheugen

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„Wer das erlebt hat, kann sich nur schämen.“

Der Fraktionschef der Sozialdemokraten im EU-Parlament Martin Schulz

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„Es muss Schluss sein mit der überstürzten Erweiterungspolitik, und es muss Schluss sein mit der Sucht nach immer mehr europäischen Regelungen und damit immer mehr Bürokratie aus Brüssel.“

CSU-Chef Edmund Stoiber

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„Das Problem sind nicht die Beitrittskandidaten, sondern die nationalen Egoismen von Ländern, die sich nun in abstoßender Art und Weise gegenseitig die Schuld am Scheitern zuschieben.“

Grünen-Chef Reinhard Bütikofer dpa/ddp

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