Ex-Bundespräsident : Wulff will Büro und zwei Mitarbeiter in Berlin

Weil er noch tausende Briefe von Bürgern abzuarbeiten habe, will der zurückgetretene Bundespräsident Christian Wulff ein Büro in Berlin beantragen. Medienberichte, wonach das Büro in Hannover entstehen soll, werden dementiert.

Christian Wulff sorgt auch nach seinem Rücktritt immer wieder für Schlagzeilen: zum Beispiel wenn es um sein Ehrensold oder das Büro mit Mitarbeitern geht.Weitere Bilder anzeigen
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04.03.2012 21:00Christian Wulff sorgt auch nach seinem Rücktritt immer wieder für Schlagzeilen: zum Beispiel wenn es um sein Ehrensold oder das...

Alt-Bundespräsident Christian Wulff will nach dpa-Informationen für Berlin ein kleines Büro mit einer Referentin und einer Sekretärin beantragen. Es gehe ihm dabei vorrangig darum, noch tausende Briefe von Bürgern abzuarbeiten, verlautete am Dienstag aus dem Umfeld Wulffs. Die Notwendigkeit eines solchen Büros könne aber jederzeit überprüft werden. Nicht richtig sei, dass Wulff ein Büro in Hannover und vier Mitarbeiter fordere, hieß es.

Das Präsidialamt teilte auf Anfrage mit, dass noch kein Antrag für die Ausstattung des Ex-Staatschefs mit Büro und Mitarbeitern gestellt worden sei. Auch dem Finanzministerium und Mitgliedern des Haushaltsausschuss war von einer offiziellen Anfrage nichts bekannt.

Die „Bild“-Zeitung hatte zuvor unter Berufung auf Unionskreise berichtet, der Haushaltsausschuss sondiere derzeit eine mündliche Anfrage, wonach Wulff ein Büro in Hannover anmieten und bis zu vier Mitarbeiter beschäftigen möchte. Die Kosten würden sich auf gut 300.000 Euro pro Jahr belaufen. Auch die „Financial Times Deutschland hatte aus Koalitionskreisen berichtet, bei den zuständigen Haushältern sei eine entsprechende Anfrage des Bundespräsidialamts eingegangen.

Die künftige Ausstattung Wulffs ist umstritten, weil gegen ihn die Staatsanwaltschaft ermittelt. Auch die Tatsache, dass ihm ein Ehrensold von knapp 200 000 Euro pro Jahr bis zum Lebensende zusteht, hatte Kritik hervorgerufen. Wulff war am 17. Februar zurückgetreten.

(dpa)

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